Die kretische Fauna

Eidechsen

Ruineneidechse
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Die Ruineneidechse (Podarcis siculus), auch Italienische Mauereidechse genannt, ist eine tagaktive Echse, die vom Menschen nach Kreta eingeschleppt wurde. Sie wurde im Bereich des Strandes von Kladissos bei Daratsos, Chania, nachgewiesen und gehört nicht zur heimischen Tierwelt der Insel.

Sie besitzt einen langen Schwanz und einen relativ großen Kopf, besonders bei den Männchen. Ihre Färbung ist variabel, häufig mit grünen oder braunen Farbtönen auf dem Rücken und dunklen Zeichnungen. Sie bewegt sich schnell am Boden und klettert an Mauern und anderen Oberflächen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und anderen wirbellosen Tieren, gelegentlich frisst sie jedoch auch kleinere Echsen.

Ihr Vorkommen auf Kreta wurde 2025 in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dokumentiert. Eine genetische Studie stellte eine Verbindung zwischen der kretischen Population und Sizilien her. Wie und wann genau die Tiere auf die Insel gelangten, ließ sich daraus jedoch nicht ableiten.

Diese äußerst anpassungsfähige invasive Art kann in Gebieten, in die sie eingeschleppt wurde, mit heimischen Echsen konkurrieren. Auf Westkreta gibt ihr Vorkommen Anlass zur Sorge über mögliche Auswirkungen auf die endemische Kretische Mauereidechse (Podarcis cretensis). Die Universität Kreta und das Naturhistorische Museum von Kreta führen ein Programm zur Erforschung und Eindämmung der invasiven Population durch. Ziel ist es, sie nach Möglichkeit vollständig zu beseitigen.

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