Schluchten auf Kreta

Samaria
Schlucht

Chania

Samaria Schlucht
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Die Samaria-Schlucht zählt zu den längsten und bekanntesten Wanderschluchten Europas und ist Teil des europäischen Fernwanderwegs E4. Jedes Jahr durchqueren Tausende Besucher die Schlucht; für viele ist sie einer der wichtigsten Gründe für eine Reise nach Kreta. Die gesamte Strecke von Xyloskalo auf der Omalos-Hochebene bis nach Agia Roumeli ist etwa 14,5 km lang und dauert je nach Tempo und Pausen gewöhnlich 5-7 Stunden.

Abstieg von Xyloskalo zum Flussbett der Samaria-SchluchtDer erste Abstieg von Xyloskalo zum Flussbett Die Schlucht liegt im Süden des Regionalbezirks Chania und wurde durch den Fluss geformt, der zwischen dem Hauptmassiv der Weißen Berge (Lefka Ori) und dem Berg Volakias verläuft. Mehrere Seitenschluchten münden in die Samaria-Schlucht; viele davon sind technisch anspruchsvoll und nur mit Seilen und Canyoning-Ausrüstung begehbar.

Quelle in der Samaria-SchluchtEntlang der Route gibt es mehrere Quellen mit Trinkwasser. Die eigentliche Schlucht ist etwa 13 km lang. Sie beginnt am nördlichen Eingang bei Xyloskalo auf rund 1.250 m Höhe und endet beim alten Dorf Agia Roumeli. Von dort sind es noch ungefähr 1,5 km bis zum heutigen Küstenort und zum Strand von Agia Roumeli. Damit beträgt die gesamte Wanderstrecke rund 14,5 km.

Kapelle Agios Nikolaos in der Samaria-SchluchtDie Kapelle Agios Nikolaos Der bekannteste Abschnitt sind die Sideroportes, die „Eisernen Tore“. Hier verengt sich die Schlucht auf etwa vier Meter, während die Felswände bis zu 500 m emporragen. 1962 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, unter anderem zum Schutz der seltenen kretischen Wildziege, des Kri-Kri. In der Schlucht und ihrer Umgebung leben außerdem zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten.

Kretische WildziegeDas Kri-Kri, der bekannteste Bewohner der Schlucht Mitten in der Schlucht liegt das heute verlassene Dorf Samaria. Seine letzten Bewohner verließen es 1962, als der Nationalpark gegründet wurde. Nach der verbreitetsten Erklärung gehen die Namen des Dorfes und der Schlucht auf die alte Kirche der heiligen Maria von Ägypten (Osia Maria) zurück.

Das alte Dorf SamariaDas verlassene Dorf Samaria Die klassische Wanderung führt von der Omalos-Hochebene hinunter nach Agia Roumeli am Libyschen Meer. Da Agia Roumeli nicht an das Straßennetz angeschlossen ist, erfolgt die Weiterreise mit der Fähre, meist in Richtung Chora Sfakion, Sougia oder Paleochora. Die Wanderung dauert normalerweise 5-7 Stunden und kann besonders bei großer Sommerhitze anstrengend sein.

Beste Reisezeit

Eintritt und Öffnung: Für den Zugang zum Nationalpark ist eine Eintrittskarte erforderlich. Sie kann über die offizielle Ticketplattform des O.FY.PE.K.A. gebucht werden. Saison und tägliche Einlasszeiten werden jedes Jahr von den zuständigen Behörden festgelegt. Bei extremem Wetter, hoher Waldbrandgefahr, seismischer Aktivität oder anderen Sicherheitsrisiken kann der Zugang geändert oder vorübergehend gesperrt werden. Informieren Sie sich deshalb unmittelbar vor Ihrem Besuch auf der offiziellen Plattform.

Wanderung in der Samaria-SchluchtWanderung durch die Schlucht Samaria gehört zu den beliebtesten Naturzielen Kretas und kann in der Hochsaison sehr voll werden. Wer früh startet, bevor die meisten Ausflugsbusse eintreffen, erlebt die Schlucht meist ruhiger. Eine Übernachtung in Omalos erleichtert einen frühen Beginn. Bei einem späten Start muss dagegen eventuell in Agia Roumeli übernachtet werden. In jedem Fall sollte genügend Zeit eingeplant werden, um die Schlucht innerhalb der zulässigen Ein- und Ausgangszeiten zu verlassen und gegebenenfalls die letzte Fähre zu erreichen.

Esel in der Samaria-SchluchtEsel werden in der Schlucht für Notfalltransporte eingesetzt Der Frühling ist meist die schönste Zeit für die Wanderung: Die Temperaturen sind milder, die Vegetation steht in voller Blüte und die Wasserführung ist stärker. Während einer sommerlichen Hitzewelle kann die Strecke sehr belastend sein; Wettervorhersage und amtliche Sicherheitshinweise sollten deshalb unbedingt beachtet werden.

Felsformationen in der Samaria-SchluchtFelsformationen entlang der Wanderroute Viele Reiseveranstalter auf Kreta bieten organisierte Ausflüge an, die gewöhnlich den Transfer nach Xyloskalo und die Rückfahrt nach der Ankunft der Fähre in Chora Sfakion einschließen. Die Wanderung lässt sich auch individuell mit Bus und Fähre organisieren. Da sich die Fahrpläne je nach Saison ändern, sollten sämtliche Bus- und Fährverbindungen vor der Abfahrt überprüft werden.

Eine kürzere Alternative führt von Agia Roumeli entgegen der üblichen Wanderrichtung bis zu den Eisernen Toren und auf demselben Weg zurück. So erhält man einen Eindruck vom unteren Teil der Schlucht, erlebt jedoch nicht die vollständige Durchquerung.

Die Wanderung ab Xyloskalo

Sideroportes in der Samaria-SchluchtSideroportes (Eiserne Tore) Die Wanderung beginnt bei Xyloskalo auf der Omalos-Hochebene in etwa 1.250 m Höhe, wo sich der nördliche Eingang des Nationalparks befindet. Der Eintritt ist kostenpflichtig; die Eintrittskarte sollte möglichst vorab über die offizielle Ticketplattform des O.FY.PE.K.A. gebucht werden. Der breite und gut markierte Weg führt anfangs steil durch einen Wald aus Zypressen und Kiefern hinab. An mehreren Stellen entlang der Route gibt es Trinkwasser, Rastplätze und Toiletten.

 

Etwa auf halber Strecke der Schlucht liegt Agios Nikolaos, einer der wichtigsten Rastplätze entlang der Wanderung. Hier befinden sich die Kirche Agios Nikolaos, die ehemalige Forststation sowie die Überreste eines antiken Freiluftheiligtums, das Apollon und Artemis geweiht war.

Nach ungefähr drei Stunden erreicht man das alte Dorf Samaria auf rund 300 m Höhe. Alte Gebäude, schattenspendende Bäume, Wasserstellen und ein größerer Rastplatz machen es zu einem wichtigen Zwischenstopp. Mit etwas Glück lässt sich hier auch das geschützte Kri-Kri beobachten. Unterhalb des Dorfes wird die Landschaft trockener und das Gefälle sanfter; mehrfach quert der Weg das Flussbett über kleine Holzbrücken.

Später erreicht man die eindrucksvollen Portes beziehungsweise Sideroportes, eine besonders enge Passage zwischen fast senkrechten Felswänden. Hinter dem Ausgang liegt das alte Agia Roumeli, das nach einer verheerenden Überschwemmung im 20. Jahrhundert aufgegeben wurde. Von dort führt die Route weiter zum heutigen Küstenort Agia Roumeli.

Wichtig: Die Samaria-Schlucht ist nur saisonal geöffnet. Das genaue Eröffnungs- und Schließungsdatum sowie die Einlasszeiten werden von den zuständigen Behörden bekannt gegeben und können sich von Jahr zu Jahr ändern. Auch während der Saison kann der Zugang aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt werden. Prüfen Sie daher vor der Anreise die Hinweise auf der offiziellen Ticketplattform des O.FY.PE.K.A..

 

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Weitere Informationen

Länge (km): 18
Typ: Trekking Schlucht, Signierter Weg, Fernwanderweg E4
Ort: Präfektur Chania
Wasser: Immer Wasser, Quelle
Schwierigkeit: 2
Höhenunterschied (m): 1200
Trekking Stunden: 6
Zugang: Bus, Asphaltstraße, Boot
Eintrittspreis: 5

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