Die kretische Fauna

Eidechsen

Hardun
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Der Hardun (Laudakia stellio, Synonym Stellagama stellio) ist eine große Echse mit auffälligen, stacheligen Schuppen. Auf Kreta wurde er in der Gegend von Sitia nachgewiesen. Die dortige Population gilt als vom Menschen eingeführt.

Er gehört zur Familie der Agamen und zeichnet sich durch seinen kräftigen Körper, den breiten Kopf und den langen Schwanz aus. Seine Färbung ist variabel, meist mit Grau- und Brauntönen sowie helleren Zeichnungen. Trotz seines eindrucksvollen Aussehens ist er nicht giftig und flüchtet gewöhnlich, sobald sich Menschen nähern.

Der Hardun bevorzugt warme, trockene Lebensräume mit Felsen, Trockenmauern und anderen Steinbauten. Er ist tagaktiv und sonnt sich häufig an erhöhten Stellen, von denen aus er seine Umgebung überblickt. Er klettert geschickt und zieht sich bei Gefahr rasch in Spalten zurück. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten und anderen wirbellosen Tieren, gelegentlich aber auch von kleineren Echsen und pflanzlicher Nahrung.

Der erste wissenschaftliche Bericht über sein Vorkommen auf Kreta wurde 2014 veröffentlicht. Die Art gehört nicht zur heimischen Reptilienfauna der Insel. Ihr Nachweis bei Sitia bedeutet daher nicht, dass sie auf ganz Kreta verbreitet ist. Die Beobachtung der örtlichen Population kann helfen, ihre Verbreitung und mögliche Auswirkungen auf heimische Arten besser zu verstehen.

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