Auf den Dünen an der schmalsten Stelle im Zentrum der Insel Chrissi befindet sich einer der bedeutendsten Wälder des Großfrüchtigen Wacholders (Juniperus macrocarpa) in Griechenland. Obwohl es sich botanisch um Wacholder handelt, hat sich für das Gebiet fälschlicherweise die Bezeichnung Zedernwald eingebürgert. Im westlichen und östlichen Teil der Insel wächst außerdem vorwiegend der Phönizische Wacholder (Juniperus phoenicea).
Der Wacholderwald erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 35 Hektar und umfasst Bäume mit einem durchschnittlichen Alter von etwa 200 Jahren. Einige Exemplare erreichen eine Höhe von mehr als zehn Metern und sind über 300 Jahre alt. Mit ihren mächtigen Wurzeln halten die Wacholderbäume den Sand fest und tragen entscheidend zur Stabilisierung der Dünen bei. Das Betreten des Waldes ist offiziell verboten, obwohl dieses Verbot leider nicht immer eingehalten wird.
Die Anwesenheit Tausender Besucher, die unerlaubt durch den Wald laufen oder dort campen, hat den Zustand des empfindlichen Ökosystems stark beeinträchtigt. An den Stämmen der Bäume ist der Sand durchschnittlich um etwa 25 Zentimeter und stellenweise sogar um bis zu einen Meter zurückgegangen. Dadurch werden die Wurzeln freigelegt, trocknen aus und die Bäume sterben ab oder können den starken Winden nicht mehr standhalten. Eine weitere mögliche Bedrohung stellt die Ausbreitung von Kiefern dar, die bereits an einigen Stellen innerhalb des Wacholderwaldes wachsen.
Weitere Informationen
- Ort: Präfektur Lassithi






Wacholderwald auf Chrissi 









































































