Militärische Schutzanlagen
Auf ganz Kreta befinden sich zahlreiche militärische Schutzräume und unterirdische Anlagen aus dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere aus der Zeit der deutschen Besatzung. Einige sind klein und nur wenig tief, während andere aus komplexen Systemen von tiefen Stollen, Kammern und Gängen bestehen, die in den Boden oder in den natürlichen Fels getrieben wurden.
Viele dieser Anlagen wurden von Kretern errichtet, die von den deutschen Besatzungstruppen zur Arbeit verpflichtet oder zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Je nach Lage und Bauweise dienten sie als Luftschutzräume, Lager für Munition und militärisches Material, Befehlsstellen oder geschützte Aufenthaltsräume für Soldaten. Einige Stollen waren Bestandteile größerer Befestigungsanlagen in der Nähe von Geschützstellungen und strategischen Kontrollpunkten.
Ihre Überreste sind in Städten, in der Nähe von Flugplätzen und Häfen, auf abgelegenen Kaps und an weiteren militärisch bedeutenden Orten erhalten. Ihre weite Verbreitung verdeutlicht die strategische Bedeutung Kretas für die Kontrolle des östlichen Mittelmeers während des Krieges.

































































