Deutscher Soldatenfriedhof

Maleme

Deutscher Soldatenfriedhof Maleme
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Der Deutsche Soldatenfriedhof Maleme liegt auf der Höhe 107 oberhalb des historischen Flugplatzes von Maleme. Auf dem Friedhof ruhen 4.465 deutsche Soldaten, die während des Zweiten Weltkriegs auf Kreta ums Leben kamen, darunter Tausende Fallschirmjäger und Gebirgsjäger, die an der Schlacht um Kreta beteiligt waren.

Maleme war einer der wichtigsten Schauplätze der deutschen Invasion. Am 20. Mai 1941 begann das Unternehmen Merkur, die erste großangelegte Luftlandeoperation der Geschichte. Tausende deutsche Fallschirmjäger wurden über Maleme, Chania, Rethymno und Heraklion abgesetzt. Ihr wichtigstes Ziel war die Einnahme der kretischen Flugplätze und weiterer strategischer Stellungen.

Der Flugplatz von Maleme wurde hauptsächlich von neuseeländischen Truppen verteidigt, die von griechischen Soldaten und einheimischen Zivilisten unterstützt wurden. Die deutschen Fallschirmjäger erlitten während der ersten Angriffstage außerordentlich hohe Verluste. Die Einnahme der Höhe 107 und des Flugplatzes ermöglichte jedoch die Landung deutscher Transportflugzeuge mit Verstärkungen und schwererer Ausrüstung. Diese Entwicklung beeinflusste den Ausgang der Schlacht entscheidend.

Die alliierten Streitkräfte, die griechische Armee und die kretische Zivilbevölkerung leisteten erbitterten Widerstand. Die enormen Verluste der deutschen Luftlandetruppen beeinflussten deren späteren Einsatz. Deutschland führte danach keine selbständige Luftlandeinvasion vergleichbaren Ausmaßes mehr durch.

Der Soldatenfriedhof

Auf dem Friedhof liegen 4.465 Angehörige der deutschen Wehrmacht, die in verschiedenen Gebieten Kretas ums Leben kamen. Von ihnen fielen 3.352 während der Schlacht um Kreta im Mai 1941. Die übrigen starben in den folgenden Jahren der Besatzung. Bei den Toten handelt es sich überwiegend um Fallschirmjäger und Gebirgsjäger.

Nach dem Krieg wurden die Toten aus verstreuten Feldgräbern und provisorischen Grabanlagen auf ganz Kreta geborgen. Die Suche und Umbettung begann im Jahr 1960. Die sterblichen Überreste wurden mehrere Jahre lang vorübergehend in Sarkophagen im Kloster Gonia aufbewahrt, bevor sie auf den neu angelegten Soldatenfriedhof von Maleme überführt wurden.

Der Friedhof wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtet und am 6. Oktober 1974 offiziell eingeweiht. Er ist einer von zwei deutschen Soldatenfriedhöfen für Gefallene des Zweiten Weltkriegs in Griechenland. Der zweite befindet sich bei Dionysos–Rapentosa in Attika.

Die Anlage des Friedhofs erinnert an die vier wichtigsten Kampfgebiete der Schlacht um Kreta: Maleme, Chania, Rethymno und Heraklion. Die Gräber sind durch flache Granitplatten gekennzeichnet, auf denen gewöhnlich die Namen und Lebensdaten von jeweils zwei Toten stehen. Auf Metalltafeln im Gedenkbereich sind außerdem die Namen von Hunderten Soldaten verzeichnet, die auf Kreta starben, deren sterbliche Überreste jedoch nicht geborgen werden konnten.

Unter den hier Bestatteten befindet sich General Bruno Bräuer, ein ehemaliger Befehlshaber des besetzten Kreta. Er wurde wegen Kriegsverbrechen verurteilt und 1947 in Griechenland hingerichtet.

Im Eingangsgebäude befinden sich eine kleine Informationsausstellung und Namensbücher der Gefallenen. Vom Friedhof reicht der Blick über den historischen Flugplatz von Maleme bis zum Golf von Chania. Der Ort dient heute der Erinnerung an die menschlichen Folgen des Krieges und nicht der Verherrlichung der Invasion und der Besatzung.

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