Der Strand Potamos im Nordwesten der Insel Gavdos liegt an den Mündungen mehrerer kleiner Wasserläufe. Der überwiegend lehmige Boden wird durch Regen und Wind ausgewaschen und bildet dabei eindrucksvolle geologische Formationen. Einige der Wasserläufe durchqueren härteres Gestein und formen tiefe Schluchten mit wunderschönen Wasserfällen, die allerdings selbst im Winter nur selten Wasser führen.
Am Anfang der Hauptschlucht, die ungefähr in der Mitte des Strandes endet, tritt das ganze Jahr über Wasser aus den Felsen der Seitenwände aus. Die Einheimischen sammeln dieses Wasser in großen Behältern. An dieser Stelle führt auch das Bett der Schlucht etwas Wasser und bildet eine kleine Oase für die Tiere der Umgebung, die hier ihren Durst stillen. Von den ersten Quellen aus kann man durch die geheimnisvolle Landschaft mit ihren außergewöhnlichen Lehmformationen wandern.
Je weiter man in die zentrale Schlucht vordringt, desto enger rücken die Seitenwände zusammen und desto eindrucksvoller werden die steilen Hänge. Unterwegs sind zahlreiche versteinerte Muscheln zu sehen, die durch die winterlichen Regenfälle aus den lehmigen Erdschichten freigelegt werden.
Der Weg führt unter mehreren trockenen Wasserfällen hindurch und endet schließlich am schönsten Wasserfall der Schlucht, an einer ihrer engsten Stellen. Ohne entsprechende Kletterausrüstung kann die Wanderung von dort aus nicht weiter fortgesetzt werden.
Weitere Informationen
- Länge (km): 1
- Ort: Präfektur Chania
- Wasser: Trocken
- Zugang: Trekking






Potamos-Schlucht auf Gavdos 








































































