Der offiziell als Suda Bay War Cemetery bezeichnete Soldatenfriedhof befindet sich bei Vlites am nordwestlichen Ufer der Souda-Bucht. Die gepflegte, von Bäumen und Pflanzen umgebene Anlage zählt zu den bedeutendsten Erinnerungsorten an die Schlacht um Kreta und die deutsche Besatzung der Insel.
Das Gelände wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausgewählt. Die 21. und 22. australischen Kriegsgräbereinheiten überführten Gefallene aus vier Begräbnisstätten, welche die deutschen Besatzungstruppen in Chania, Heraklion, Rethymno und Galatas angelegt hatten. Weitere Tote wurden aus einzelnen Gräbern und zivilen Friedhöfen in verschiedenen Teilen Kretas hierher umgebettet.
Auf dem Friedhof befinden sich 1.527 Gräber aus dem Zweiten Weltkrieg. Bei 776 der Bestatteten konnte die Identität nicht festgestellt werden. Beigesetzt sind 862 Angehörige der britischen Streitkräfte, 446 Neuseeländer, 197 Australier, 9 Südafrikaner, 5 Kanadier, 1 Inder sowie 7 Angehörige anderer Nationalitäten.
Darüber hinaus gibt es 19 Gräber aus dem Ersten Weltkrieg, die vom ehemaligen Konsularfriedhof der Souda-Bucht überführt wurden, sowie 37 nicht kriegsbedingte Bestattungen. Die Anlage wurde vom Architekten Louis de Soissons entworfen und wird von der Commonwealth War Graves Commission gepflegt.
Die gleichmäßigen Reihen weißer Grabsteine, das Opferkreuz und der Blick über die Souda-Bucht schaffen einen schlichten und zugleich bewegenden Ort der Erinnerung. An den jährlichen Gedenkfeiern zur Schlacht um Kreta nehmen Vertreter und Besucher aus Großbritannien, Australien, Neuseeland, Griechenland und weiteren Ländern des Commonwealth teil.






Alliierter Soldatenfriedhof in der Souda-Bucht 



























































